Meine ungewöhnliche Gewächshauswurzelbewässerung, die ich seit vielen Jahren benutze: einfach und bequem
Im Frühling, als es an der Zeit war, Tomaten und Paprika im Gewächshaus zu pflanzen, entschied ich mich für eine ungewöhnliche Bewässerungsmethode. Nachdem ich mehrere ⌀ 110mm Abwasserrohre gekauft habe, habe ich diese in 40cm lange Stücke geschnitten und auf beiden Seiten mehrere Löcher mit einem Durchmesser von 12mm gebohrt.

Diese Rohrstücke grub ich dann so in den Boden, dass die Oberseite des Rohres über dem Boden lag und der Abstand zwischen den Rohren etwa 40 cm betrug. Die Löcher waren auf die gepflanzten Setzlinge gerichtet.
In den ersten 2-3 Wochen nach dem Pflanzen von Tomaten und Paprika habe ich sie mit einer Gießkanne aus der Wurzel und auch durch die Rohre gegossen. Dann ging ich dazu über, zweimal pro Woche Wasser zu gießen und jedes Mal etwa 3,5 Liter Wasser in jedes Rohr zu gießen. Ich hielt die Bodenfeuchtigkeit aufrecht, indem ich erst dann erneut gegossen habe, wenn die erste Portion Wasser vollständig aufgenommen worden war.
Diese Bewässerungsmethode hat mir mehrere bemerkenswerte Vorteile gebracht:
- Überschüssige Feuchtigkeit und Kondenswasser sammeln sich nicht im Gewächshaus an, was das Risiko für die Entwicklung vieler Pflanzenkrankheiten wie Krautfäule und anderer verringert.
- Das Wasser gelangt direkt zu den Wurzeln der Sämlinge, was für eine effektive Hydratation und Fütterung sorgt.
- Düngemittel, die den Röhrchen zugesetzt werden, werden auch direkt in das Wurzelsystem der Sämlinge geleitet, wodurch eine optimale Ernährung gewährleistet wird.
- Der Boden um die Pflanzen herum bleibt trocken, was das Wachstum von Unkraut reduziert und es einfacher macht, es zu entfernen.
- Es bildet sich keine dichte Kruste auf der Erdoberfläche, was die Notwendigkeit, den Boden zu lockern, deutlich reduziert.

Daher basiert die Bewässerungsmethode für erdverlegte Rohre darauf, Feuchtigkeit mithilfe eines Feuchtigkeitsgradienten und der Schwerkraft des Wassers von einer feuchteren Umgebung in eine trockenere Umgebung zu transportieren. Dieser Ansatz minimiert das Risiko, dass der Boden zu trocken oder durchnässt wird, und gewährleistet einen optimalen Feuchtigkeitsgehalt für das Wachstum und die Entwicklung der Pflanzen.
Bei dieser Bewässerungsmethode wird das Wasser gleichmäßig über die Wurzelzone verteilt und die Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen versorgt.